Der Bildhauer Ulrich Kittel hat diese Plastik aus Eichenholz und Edelstahl 1996 geschaffen. Das Kunstwerk war Bestandteil der Ausstellung Eigenart Kunst und Natur am Venusberg, anläss-lich des 50-jährigen Jubiläums des Landes Baden-Württemberg.
Wacholderheiden, typische Landschaftselemente des Heckengäus, sind durch jahrhundertelange Schafbeweidung entstanden. In der Landschaftspflege haben die Schafe eine wichtige Rolle.
Verbiss und Tritt der Schafe fördern die Vielfalt der blühenden Pflanzen, die vielen Insekten und Schmetterlingen Nahrung bieten. Das Schaf meidet alles, was stupft und sticht, deshalb gedeihen auf der Heide auch Silberdisteln und Wacholder.
Während der Ausstellung "Eigenart Kunst und Natur am Venusberg", anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Landes Baden-Württemberg hat der Bildhauer Kurt Tassotti diese Plastik im Rahmen eines Künstlersymposiums geschaffen.
Als Dauerleihgabe des Landkreises Böblingen steht das Kunstwerk nun am Ortseingang von Lehenweiler.
Die Glaskünstlerin Ursula Huth hat diese Plastik aus Thüringer Schiefergestein und Glas im Jahr 2002 geschaffen.
Sie war Bestandteil der Ausstellung "Eigenart Kunst und Natur am Venusberg" in den Jahren 2002/2003 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Landes Baden-Württemberg.
Um die Verlegung von Truppen zu vereinfachen, ordnete Herzog Eberhard Ludwig 1695 an, an jedem "Schied-Weg" eine Säule aufzustellen, an der sich die durchziehenden Soldaten orientieren konnten.
Der historische Wegweiser am Hartweg wurde allerdings erst einige Zeit später, vermutlich zwischen 1870/80, aufgestellt.
Die Hungersnot 1817/18 erzwang die Rodung des Hartwaldes. Für viele Menschen, denen das Gemeinde-land zugeteilt wurde, verbesserte sich die Lebenssituation.
Um die Feldfrüchte vor Dieben zu schützen, stellte die Gemeinde einen Feldschützen ein. Vor Regen und Kälte fand er Schutz im Harthäusle, das 1827 erbaut wurde.
Vom 532 Meter hohen Steinenbühl, einer Kuppe auf dem oberen Muschelkalk, eröffnet sich ein Fenster zur Erdgeschichte.
Im Vordergrund sind es die wasserlosen Hochflächen, Mulden und Trockentäler, welche die Landschaft des Heckengäus formen.
Ihnen folgen die waldreiche Keuperlandschaft des Schönbuchs und das Juragebirge der Schwäbischen Alb.
Die 1905 erstellte Grubbank war früher eine willkommene Raststätte auf dem Weg nach Weil der Stadt.
Sie diente dazu, Lasten, wie Körbe und Krätten, die man auf dem Kopf und dem Rücken trug, abzustellen und eine Weile zu "gruoben".
Archäologische Funde aus den Grabhügeln im "Nächstenwald" belegen, dass in der Hallstattzeit Kelten bei uns lebten.
Die Funde, die im Museum Appeleshof in Gechingen aufbewahrt sind, stammen von einer Bestattung, die 460 vor Chr. stattgefunden hat.
Die Grenze zwischen Alemannien und Franken verläuft an dieser Stelle. Ebenso die Bistums-, Sprach- und Kreisgrenze.
Ein Spielplatz mit 5 interessanten Stationen. Die gestellten Aufgaben sind in der Gruppe zu bewältigen.
Der Niederseilparcours ist daher eine Einrichtung, an der Schulklassen, Vereine oder auch Familien Teamgeist erleben und begreifen können.
Dies sind wichtige Bestandteile, um Verlässlichkeit und Vertrauen zu üben und zu entwickeln.
Lehm, auch Ton oder Letten genannt, ist ein wichtiger Rohstoff.
In Lehmgruben oder "Dachtgruben" wurde er gegraben und fand vielseitige Verwendung beim Bau von Behausungen.
Eine Erklärung für den Ortsnamen Dachtel (historisch: Dochtel) weist auf ein Tal mit Lehmvorkommen hin.
Im Regenschatten des Schwarzwaldes versickern die ohnehin geringen Niederschläge im Boden des Muschelkalks.
Deshalb sind Fließgewässer im Heckengäu selten.
Die Aid entspringt im Heckengäu. Ein Tiefbrunnen neben dem Aidursprung liefert wertvolles Trinkwasser.
Früher wurden die Wiesen in der Talaue durch ein Grabensystem bewässert.
Begünstigt durch den Hopfen-anbau in Dachtel entstand 1886 beim Gasthaus Rössle eine Brauerei.
Zur Herstell-ung und Lagerung des Bieres wurde Natureis benutzt. Auf einer Wiese am Aidursprung wurde das Eis im Winter gewonnen und im Bierkeller unter der Buchhalde gelagert.
1874 wurde der Keller gebaut. Später wurden die Steine zum Hausbau verwendet. Der Schwarzwaldverein Dachtel erstellte im Jahre 2003 eine Rekonstruktion des Gewölbes.
Auf einem durch Erddeponierung entstandenen Plateau erwartet große und kleine Besucher eine Freizeitanlage mit attraktiven Naturerlebnissen.
Das Erleben der Natur wird durch heimische Naturmaterialien zum Spielen und Bauen angeregt.
Verschiedene Steinarten, Hölzer, Zapfen und Reisig fordern zum kreativen Gestalten auf.
Ein Fühlpfad, ein Summstein und ein Ausguck mit Fernglas steigern das sinnliche Erleben.
Der bekannte württembergische Baumeister Heinrich Schickhardt plante 1599 auf dem Standort einer Vorgängerkirche die evangelische Kirche.
Der schlanke Viereckturm ist das Wahrzeichen von Dachtel.
Durch eine Unachtsamkeit brannte an Weihnachten 1766 die Kirche bis auf die Grundmauern ab. Eine landesweite Spendensammlung ermöglichte den Wiederaufbau nach den alten Plänen.
Um die Brandgefahr zu vermindern, durfte früher nicht zu Hause gewaschen und gebacken werden.
So entstand auch in Dachtel 1838 das Backhaus der Gemeinde. Heute wird immer noch gebacken, vor allem bei Dorffesten will man auf den guten Zwiebelkuchen aus dem Holzbackofen nicht verzichten.
Vom Höhnle, mit 572 Metern die höchste Erhebung in Dachtel, genießt man eine herrliche Aussicht über das Heckengäu mit seinen Hügeln und Tälern, mit Wäldern und Heiden, Wiesen und Feldern.
Typisch für das gewässerarme Heckengäu sind die Trockentäler. Besucher schätzen die Naherholungsgebiete um Aidlingen.
Ein Netz von Wanderwegen führt zu Naturschönheiten. Der Rastplatz lädt zum Verweilen ein.
Steinriegel sind Zeugen der Landbewirtschaftung.
Um den kargen Muschelkalkböden mehr Ertrag abzuringen, wurden die Feldsteine in mühsamer Arbeit aufgelesen und entlang der Grundstücksgrenzen aufgehäuft.
Samenflug und Vogelkot führten zur Entwicklung von Hecken entlang der Steinriegel. Sie sind wertvolle Biotope für Pflanzen und Tiere.
Deufringen, umgeben von Bergen und eingebettet in das Tal von Irm und Aid, zeigt von dieser Station aus betrachtet die Siedlungsgeschichte des Dorfes.
Von der alemannischen Landnahme im Ortskern über die Erweiterung durch den Zuzug von Flüchtlingen nach dem II. Weltkrieg bis zum Ausbau als Wohngemeinde erkennt man die Entwicklung des Ortes.
An trockenen Standorten auf Muschelkalkboden gedeihen Baumarten wie Kiefer, Traubeneiche und Buche.
Doch selbst diese wachsen auf diesen Standorten langsamer, werden nicht so hoch und in der Regel grobastiger.
Die Waldränder säumen Straucharten, die vor allem im Herbst ihre Farbenvielfalt entfalten.
Ein 180-jähriger Waldbestand aus Rotbuchen und einzelnen Eichen ist ein typischer Vertreter von Laubwäldern auf Fein- und Schichtlehmen.
Oft sind die Althölzer noch Zeugen einer Zeit, in denen das Vieh der Bauern auf die Waldweide getrieben wurde.
Heutzutage erfüllen diese Bäume noch immer wichtige ökologische Funktionen, bieten sie doch mit ihren Spechthöhlen und Spalten vielen Tieren Wohnraum und Schutz.
Mit zunehmender Siedlungsdichte reichten natürliche Grenzen wie Bäche, Gräben und Raine nicht mehr aus, um den Besitz abzugrenzen.
Holzpfähle und später Steine wurden gesetzt, um die Grenzen zu markieren.
Auf der Aidlingen zugewandten Seite der Steine ziert das Fleckenzeichen, der Reichsapfel, die Grenzsteine. Seit 1973 siegelt die Gemeinde Aidlingen mit dem Reichsapfel im Wappen.
Regenwasser, das in den Boden und in das Muschelkalkgestein eindringt, löst stetig Kalk auf.
In Jahrtausenden entstanden so Spalten, Klüfte und Höhlen. Bricht ein Hohlraum ein, sackt der Boden darüber nach und bildet eine trichterförmige Senke, die als Doline oder Erdfall bezeichnet wird.
Seit ca. 350 Jahren steht die "Dicke Eiche" im Aidlinger Wald.
Mit einer Höhe von rund 30 Metern und einer Holzmasse von 35 Festmetern ist sie ein bekanntes und markantes Naturdenkmal.
Die Würm entspringt im Schönbuch und fließt naturnah in vielen Mäandern mit Gehölzsaum von Aidlingen nach Döffingen und weiter nach Weil der Stadt.
Verschiedene Tier- und Pflanzengesellschaften finden in den Feuchtwiesen und im Schilfgürtel ideale Lebensbedingungen.
Daher stehen weite Teile des Würmtales unter Landschafts- und Naturschutz.
An 3 verschiedenen Standorten werden typische Böden des Heckengäus mit ihren vielfältigen Funktionen und verschiedenartigen Ausprägungen dargestellt.
Die Illustrationen an den einzelnen Bodenprofilen sorgen für verständliche Erläuterungen.
Besucher aller Altersklassen, insbesondere Familien mit Kindern, werden hier mit interessanten Informationen über die Ressource "Boden" versorgt.
An der Markungsgrenze von Deufringen und Aidlingen stoßen die Fluren Hennenburg und Zimburg aufeinander. Die Flurnamen lassen auf eine frühgeschichtliche Wehranlage schließen.
Die offene Blickverbindung zur Edelburg im Gärtringer Tal war gegeben.
Rauchzeichen und Signale konnten empfangen und bis zur Gechinger Burg weitergegeben werden.